Informationen zur gymnasialen Oberstufe für Schülerinnen und Schüler der Klasse 10 sind hier abrufbar.

Unsere Sekundarstufe II (gymnasiale Oberstufe / Jahrgangsstufen 11 bis 13) bietet die gleichen Abschlüsse wie die der anderen Gesamtschulen und Gymnasien des Landes NRW. In über 20 Jahren haben bereits weit über 1000 Schülerinnen und Schüler an unserer Schule Abitur gemacht.

Beratung

Schon seit einiger Zeit bedeutet der Erwerb der Fachoberschulreife mit Qualifikation (FOR-Q) am Ende der Klasse 10 und der anschließende Eintritt in unsere Oberstufe nicht automatisch, dass ein Schüler die Allgemeine Hochschulreife anstrebt.
Bereits durch die Versetzung in die Jgst. 12 erwirbt eine Schüler den schulischen Teil der FHR und damit die Berechtigung nach einer mindestens zweijähri-gen Ausbildungszeit an einer Fachhochschule z.B. des Landes NRW ein Studium aufzunehmen. Auch am Ende der Jgst. 12 kann man bei entsprechender Leistung den schulischen Teil der FHR erwerben, um dann nach einem nur einjährigen gelenkten Praktikum die FHR zu besitzen.
Weil unsere Oberstufenschüler von der Gesamtschule kommen, wird die Laufbahnberatung, die schon die Sek. I begleitet hat, in den Jahren 11 bis 13 individuell intensiv fortgesetzt, damit jeder Schüler den angemessenen Abschluss rechtzeitig ins Auge fasst und ggf. eigene Schritte unternimmt, um eine angemessene Fortsetzung seiner Lernlaufbahn zu finden.
Neben den fortlaufenden Beratungen durch die Beratungslehrer helfen hier auch die Berater des Arbeitsamtes, die an zwei Terminen in der Jgst. 12 bzw. 13 in die Schule kommen, um die Schüler über alle denkbaren weiteren Ausbildungsschritte zu informieren. Erfahrungsgemäß finden so etwa 20 % eines Jahrgangs eine Alternative zur Allgemeinen Hochschulreife, etwa 80 % machen Abitur.

Leitlinien

Rein rechtlich unterscheidet sich unsere Oberstufe nur in zwei Dingen von der einer staatlichen Schule: -Erstens gehen wir davon aus, dass unsere Schüler die Leitlinien unserer Erziehung bejahen und am Unterricht des Fachs Religionslehre im vorgesehenen Pflichtumfang (mind. bis Ende Klasse 12) teilnehmen
- Zweitens möchten wir, auch wenn unsere Schülerinnen und Schüler volljährig geworden sind, weiter Kontakt zu den Eltern halten. Die Rechte unserer volljährigen Schüler werden dabei in keiner Weise beschnitten. Wir freuen uns aber, wenn Eltern zum Beispiel auch weiter an Elternabenden teilnehmen, und laden in diesem Sinne Schüler und Eltern zu diesen Abenden ein.
Diese beiden Unterschiede mögen unbedeutend wirken, sie verweisen aber darauf, dass wir einem bestimmten Menschenbild verpflichtet sind: Wir erwarten, dass unsere Schüler auch und gerade in der Oberstufe offen sind für Fragen, die das Wesen des Menschen berühren.Und wir wünschen uns, dass unsere Eltern ihre Kinder bis zum Ende der Schullaufbahn mit aufgeschlossenem Interesse begleiten.

Schwerpunkte

Wie oben erwähnt, unterscheidet sich unsere Oberstufe ansonsten formal nicht von denen anderer nordrhein-westfälischer Schulen. Der Unterricht findet in Jahrgangsstufe 11 in Grundkursen statt, in den Jahrgangsstufen 12 und 13 in Leistungs- und Grundkursen.
Unser Angebot umfasst die Fächer:
Deutsch, Englisch, Französisch als fortgesetzte Fremdsprache, Französisch für Anfänger, Latein, Kunst, Musik, Literatur, Vokalpraktischer Kurs, Geschichte, Sozialwissenschaften, Erdkunde Mathematik, Biologie, Chemie, Physik, Informatik, katholische Religionslehre, evangelische Religionslehre Sport

Schwerpunkte setzen wir beim Angebot der Leistungskurse:
Deutsch, Englisch, Kunst, Geschichte, Mathematik, Biologie, Chemie, Katholische Religionslehre

Auch evangelische Schüler können auf eigenen Wunsch am LK Kathol. Religionslehre teilnehmen.

Wir haben keine feste Blockung der Leistungskurse vorgesehen; bei entsprechender Wahl sind (unter Berücksichtigung der in der Ausbildungsordnung vorgegebenen Kriterien) alle Kurse miteinander kombinierbar.
Durch ein umfangreiches Angebot (LK und GK Kunst, GK Musik, GK Literatur, GK vokal-praktischer Kurs) ergibt sich ein deutlicher Schwerpunkt im musischen Bereich.
Literatur- und vokalpraktischer Kurs arbeiten auf Aufführungen hin.
Der Literaturkurs ist Kernbestandteil einer Theater-AG, die auch für Schüler der Jahrgangsstufen 11 und 13 offen ist. Eine ganze Reihe von Schülern nimmt so in allen drei Jahren der Oberstufe an Theater-Aufführungen teil.
Eine eigene Orchester-AG begleitet zudem die Aufführungen unserer Musical-AG. Beide AGs sind offen für Schüler der Sekundarstufen I und II.

Besinnung und Engagement

In der Jahrgangstufe 11, kurz vor den Halbjahreszeugnissen (i.d.R. gleich im Anschluss an die Weihnachtsferien) verlassen unsere Schülerinnen und Schüler 3 Wochen lang die Schule und nehmen an einem Sozialpraktikum teil.

Nach umfangreichen Informationen, auch durch ältere Schüler, sucht sich jeder Schüler eine Einsatzstelle, an der er mit Menschen in Kontakt kommt, die auf die Hilfe anderer angewiesen sind. Typische Einsatzstellen sind zum Beispiel: Altenheime, Krankenhäuser, Kindergärten, Behinderteneinrichtungen, aber auch Migrationsdienste, Krefelder Tafel oder die Telefonseelsorge.

In Jgst. 12 gibt es viertägige Besinnungstage: Die jeweilige Stufe teilt sich in drei bis vier Gruppen zu je 20 bis 25 Schülern auf, um in Jugendbildungshäusern wie z.B. Haus Eich in Aachen religiösen und weltanschaulichen Fragen nachzugehen.
Der Beginn ist jeweils am Dienstag nach dem Aschermittwoch.

Studienfahrten

Wegen der oftmals spät angesetzten Sommerferien haben wir unsere Studienfahrten aus der 13/I in die 12/II vorverlegt, vom September in den Juni. Der Beratungslehrer ermittelt jeweils das von den in der Stufe unterrichtenden Lehrern unterbreitete Angebot, die Schüler wählen sich eine Fahrt aus, nach Möglichkeit bei einem der sie unterrichtenden Lehrer. Studienfahrten sollen den Schülern Gelegenheit bieten, ihren Horizont fachspezifisch und fächerübergreifend zu erweitern und zugleich als Gruppe enger zusammenzufinden. Aktive Mitarbeit, zum Beispiel auch bei Vorbereitung von Referaten, wird erwartet.

Selbsttätigkeit

Die in der Primar- und Sekundarstufe I gewonnene Selbstständigkeit wird formal in der Sekundarstufe II durch zwei Elemente gestützt:
Jeder Schüler ersetzt gemäß der Ausbildungsordnung im Halbjahr 12/II eine Klausur durch eine Facharbeit. Die Information durch die Lehrer findet bereits vor den Weihnachtsferien statt. Die Schüler haben dann Zeit sich zu orientieren, um kurz nach den Weihnachtsferien ihre Wahl zu treffen.
Etwa vier bis fünf Wochen lang ist dann von ca. Ende Januar bis Ende Februar die Arbeitszeit, in der keine Klausuren angesetzt werden, damit man sich weitgehend unbelastet durch andere Leistungsanforderungen einem Thema seines Interesses widmen kann.
Unsere Schüler- und Lehrerbücherei haben wir zusammengelegt und grundsätzlich für die Schüler geöffnet. In diesem Selbstlernzentrum findet man Materialien wie Nachschlagewerke, Primär- und Sekundärliteratur sowie Computer mit Internet-Zugang und Kopiergeräte; im angrenzenden Stillarbeitsraum kann man zum Beispiel an der Facharbeit, aber auch in Freistunden konzentriert arbeiten.
Auch die Arbeit in den geistes- und gesellschaftswissenschaftlichen Kursen kann phasenweise im Selbstlernzentrum stattfinden, um eigenständige und selbst organisierte Arbeit zu fördern.